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Sanierung Stadion Vaterstetten

85591 Vaterstetten


Auftraggeber

Gemeinde Vaterstetten

Lage

85591 Vaterstetten

Zeitraum

2018 - 2019

Bearbeitungsfläche

9.000 m²

Leistungsphasen

1, 2, 5 - 8


Das Anfang der 80-iger Jahre eröffnete Sportzentrum Vaterstetten ist neben dem Sportzentrum Markt Schwaben die größte geschlossene Sportanlage des Landkreises Ebersberg und bietet ein umfassendes Angebot für Freisportaktivitäten.

Bereits zum Jahreswechsel 2014/2015 wurde bei uns eine Studie in Auftrag gegeben, die den Anlagenbestand innerhalb des Sportzentrums erfassen und bewerten sollte. Dabei wurde bei zwei Teilanlagen eine besonders hohe Sanierungspriorität festgestellt und zwar am Stadion bei der Kampfbahn Typ B sowie den beiden Allwetterplätzen 28 x 44 m. Diese Kunststoffflächen hatten ihre normale Lebensdauer längst überschritten und mussten erneuert werden. Gleiches galt für die Einfassungen, Entwässerungsrinnen und die gebundene Tragschicht.

Im Vorfeld der Planung fanden zunächst ausführliche Gespräche und Ortstermine mit den Vertretern der Gemeinde, dem Verein mit seinen Fachabteilungen sowie Vertretern der Schulen statt.
Dabei wurde deutlich, dass die Anlagen nicht nur bautechnisch saniert, sondern auch wettkampftechnisch auf den neuesten Stand gebracht werden mussten. Nur so war es möglich, dass der TSV Vaterstetten sich wieder als Ausrichter regionaler und überregionaler Leichtathletikwettkämpfe bewerben konnte.

Nach umfangreichen Abbruch- und Entsorgungsarbeiten erfolgte zunächst der Einbau der neuen Einfassungen und Entwässerungsrinnen. Als Außeneinfassung für die Rundlaufbahn und die Allwetterplätze wurde ein belagsbündiger Betonleistenstein vorgesehen. Als Entwässerungsrinne an der Innenseite der Rundlaufbahn wurde wieder eine gedeckte Kastenrinne eingebaut. Entlang der Außenbahn auf der Tribünenseite und entlang der Längsseiten der Allwetterplätze erfolgte der Einbau einer flachen Muldenrinne aus Polymerbeton.

Durch die Erneuerung der vorgelagerten Einfassung und Entwässerungsrinne entlang der Laufbahn sowie den Einbau der Wettkampftechnik musste auch die Vorfläche der Tribüne geöffnet, angepasst und mit Gehwegplatten neu gestaltet werden.

Die beiden Allwetterplätze mussten um rund 300 m² erweitert werden um insgesamt 4 Stabhochsprungmatten und 4 Hochsprungmatten unterzubringen. Nur so war es möglich diese Gesamtanlage sowohl für Leichtathletik (deutsche Jugend Mehrkampfmeisterschaften) als auch für die angedachten Ballspiele einwandfrei nutzen zu können.

Als nächstes mussten Kabelzugschächte und Leerrohre für die geplante Wettkampftechnik innerhalb des Stadions eingebaut werden. Insgesamt wurden mehr als 1 km an Leerohren verbaut.

Gleichzeit wurden alle Einbauten wie Ballfangnetze, Sprunggruben, Absprungbalken, Einstichkästen, Diskusring und Bodenhülsen für Handball, Volleyball und Basketball erstellt. Der im Bereich des Allwetterplatzes erstellte Soccer-Court mit Toren, Banden und Ballfangnetzen muss hier besonders erwähnt werden.

Anschließend wurden die bestehenden ungebundenen Tragschichten neu profiliert und ggf. überarbeitet. Als gebundene Tagschicht wurde eine wasserdurchlässige Asphalttragschicht mit 6,5 cm Dicke eingebaut. Darauf wurde dann der Kunststoffbelag mit 13 mm bzw. 20 mm aufgebracht.

Die bereits vorhandene Pflegezufahrt zum Stadion wurde abgebrochen und wesentlich flacher ausgebaut. So war es möglich, im Anschluss an die bestehende Garagenanlage, eine Schüttgut-/Materialbox anzulegen, welche gleichzeitig über die Zufahrt angefahren werden kann. Diese Box wurde durch Winkelstützmauern eingefasst. Die Fläche innerhalb dieser Einfassung erhielt einen Verbundsteinbelag, die Zufahrt sowie die gesamte Rampe einen Belag aus Rasengittersteinen.